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MITgestalten - Der MIT-Blog
09.07.2019, 11:36 Uhr
Dieselgate und seine politischen Konsequenzen - Die nächste Runde
Diskussionsbeitrag von Dr. Winfried Boenigk

Im letzten Beitrag zum Thema https://www.mit-coe.de/lokal_1_1_59_Dieselgate-und-seine-politischen-Konsequenzen.html wurde Erdgas als Alternative zu Diesel und Elektromobilität angesprochen. Problem schien die Lieferfähigkeit der Kfz-Hersteller zu sein. Hier hat sich was getan. Mein im März 2019 bestellter und leider erst für September avisierter CNG-Kombi mit 1,5l- Motor war schon Ende Mai verfügbar.

Erste Erfahrungen begeistern:

-        Kfz-Steuer 70 EURO/Jahr

-        Verbrauch Langstrecke: 3,5 kg CNG/100 km (3,78 EURO)

-        Verbrauch Kurzstrecke: 4,0 kg CNG/100 km (4,32 EURO)

-        Reichweite CNG-Betrieb: 450 km + 200 km Benzin als Reserve

Möglich sind diese Leistungen mit einem auf Erdgas optimierten Otto-Motor (Miller-Cycle).

Erdgas als Brennstoff benötigt keine aufwendigen Raffinationsschritte und auch keine Additive. An der Tankstelle wird das Gas dem Erdgasnetz für die Hausversorgung entnommen und vor Ort verdichtet. Distributionstransporte über die Straße entfallen. 

Erstmals habe ich kürzlich 100% Bio-Gas getankt. Ein Unterschied zu fossilem Erdgas wurde weder bei Verbrauch noch bei den Fahreigenschaften bemerkt.

Derzeit wird die Besteuerung von CO2-Emissionen kontrovers diskutiert. Wenn eine CO2-Besteuerung beschlossen wird, sollten Brennstoffe aus regenerativen Quellen ausgenommen sein. Dadurch würde eine unbürokratische Lenkung zur Bevorzugung solcher Quellen erfolgen. Beträgt der Biogasanteil im Erdgasnetz z.B. 20%, wäre also die CO2-Steuer um 20% zu senken.